Mobirise

all ready made

curator Marília Pasculli and Susa Pop
location Galeria de Arte Digital SESI-SP, São Paulo
conception Mader Stublic Wiermann
technic LED Fassade, zwei Streaming-sound Kompositionen via internet
realisation SESI-SP and Goethe Institut

Das Konzept der Bespielung zielt auf ein Wechselspiel zwischen Fläche und simuliertem Raum. Das Video bewegt sich zwischen den Polen einer filmischen Abbildung und einem zeitgebundenem Teil der bestehenden Architektur.  
Als Motive kommen einerseits dem Stadtraum entnommene Elemente bzw. architektonische Versatzstücke zum Einsatz und andererseits kontrastierende Formen einer befremdlich erscheinenden Natur. Beide Sphären mischen sich auf einer Ebene, welche von Künstlichkeit und kunstgeschichtlichen Referenzen geprägt ist. 
Beispielsweise werden die für Sao Paulo typischen Telefonzellen aufgegriffen und in einer Simulation in das Gebäude „eingebaut“. Sie formieren sich im Verlauf der Choreographie durch serielle Anordnung zum Ornament auf der Oberfläche der Fassade und werden dann Teil eines angedeuteten Computerspiels. Das Element „Telefonzelle“ durchläuft so verschiedene inhaltliche und räumliche Kontexte. 
Das Gebäude selbst wird über simulierte Räume erweitert, indem es z.B. wie ein Trichter behandelt und als Gefäß für herabrollende Steinbrocken visualisiert wird. Diese Gesteinsbrocken verkleben dann zu einer Art Tapete, die sich über die Oberfläche des Gebäudes zieht und schließlich zu einem Teil des Caspar David Friedrich-Bildes „Wanderer über dem Nebelmeer“ wird. Der in die Künstlichkeit eines computergenerierten Charakters umgewandelte „Wanderer“ und der „Nebel“ verselbstständigen sich im Verlauf der Choreographie und tauchen, mit neuen Referenzen versehen, wieder auf.
Die Fassade wird zur Bühne für eine skurril anmutende urbane Situation, die sich in verschiedenen räumlichen und inhaltlichen Maßstäben am Vielklang der Megastadt São Paulo reibt


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